VHRR-Blog

Aktuell

An dieser Stelle informieren wir Sie über aktuelle Themen.

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Fasten verbindet – Aschermittwoch und 1.  Ramadan 18.02.2026 am gleichen Tag

Fasten verbindet – Aschermittwoch und 1. Ramadan 18.02.2026 am gleichen Tag

Der 18. Februar 2026 ist ein außergewöhnliches Datum, das sich so nur extrem selten ereignet. Aschermittwoch als Beginn der christlichen Fastenzeit und der 1. Ramadan fallen 2026 auf den gleichen Tag. Hier werden wir Informationen/Ideen, Links und Ideen sammeln und regelmäßig aktualisieren.

Hintergrund

Die christliche Fastenzeit der 40 Tage vor Ostern verschiebt sich immer mit dem wechselnden Termin des Osterfestes. Der Ramadan wiederum beginnt jedes Jahr 10-12 Tage früher, da das muslimische Jahr dem Mondkalender folgt. Es ist eineinhalb Wochen kürzer als das bekannte gregorianische Kalenderjahr. Das Zusammenfallen von Aschermittwoch und dem 1. Ramadan ist demensprechend sehr selten. Wir haben bislang nicht herausgefunden oder sicher berechnen können, wann dies zum letzten Mal der Fall war. (Eine Projektaufgabe?) Sehr wahrscheinlich liegt dieses Ereignis viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte zurück. Google und KI liefern bislang keine sicheren Ergebnisse.

Chance für Dialog

Dieser gemeinsame Beginn der Zeit von Verzicht, Besinnung und Gemeinschaft ist ein ausgesprochen passender Moment, über Kernthemen des Miteinanders und des Glaubens ins Gespräch zu kommen. Alle Religionen kennen das Thema Verzicht und Besinnung. In der großen Debatte um Gesundheit oder in den Diskussionen um die Grenzen des Wachstums sind Fragen von Fasten und Verzicht auch weit über Religionen hinaus von großer Bedeutung. Eine Stellungnahme der VHRR zum Thema Ramadan und den Ressourcen dieser Zeit findet sich hier. Gute religionsübergreifende Informationen liefert das Reliboard vom Bistum Essen.

Was kann man tun? – Ideen

Wir möchten alle Interessierten in Gesellschaft, Schule, Medien und Politik dazu ermuntern, dieses Datum zu nutzen, Gemeinsamkeiten zwischen Religionen und Miteinander zu stärken. Sei es durch kleine Gesten, Erklärungen oder auch Veranstaltungen.

  • (Religions)lehrkräfte könnten das Thema Fasten und Verzicht in den Religionen im Februar zum Thema machen.
  • Schüler könnten Materialien erstellen, die in der Schule das Thema sichtbar machen (Plakate, Instagramumfragen zum Thema Verzicht, …)
  • Die Aktionen des „Ramadankalenders“ der guten Taten, der schon an verschiedenen Schulen läuft, könnte von Christen und Muslimen in diesem Jahr noch passender gemeinsam gestaltet werden.
  • Schüler können Umfragen zum Thema Fasten und Verzicht starten, Statements dazu sammeln und veröffentlichen.
  • Imame und PfarrerInnen / Vertretungen der Religionsgemeinschaften oder die Politik könnten gemeinsame Erklärungen zum Thema Miteinander und Verzichten veröffentlichen und allen Religionsgemeinschaften guten Zeiten wünschen.
  • Auch wenn die Zeit knapp ist: Vielleicht könnte man auch eine gemeinsame Veranstaltung, wie z.B. interreligiöse Themen-Abende zum Thema Fasten in Schulen anbieten und anschließend nach dem Sonnenuntergang gemeinsam Essen (Eine eindrückliche Aktion der STS Öjendorf ist hier dokumentiert).

Weitere Informationen / Materialsammlung

Hier folgen in Zukunft Links und Hinweise, wo verschiedene Kampagnen zum Thema gemeinsam Fasten 2026 laufen und wo auch Material dazu zu finden ist. Wir freuen uns auch über Tipps und Hinweise, die wir hier gern ablegen.

Statements

hier wollen wir Statements von vielen Menschen sammeln:

  • Wer sind Sie?
  • Was bedeutet Ihnen das Fasten?
  • Was wünschen Sie Muslimen und Christen in der gemeinsamen Fastenzeit 2026?

Muslimische Kinder und ihre Sichtweisen auf den Propheten

Muslimische Kinder und ihre Sichtweisen auf den Propheten

Die AIWG-Forschungsgruppe „Mit dem Propheten ins Gespräch kommen? Der Hadith zwischen Lebensbedeutsamkeit und Diskrepanz in Geschichte, Theologie und Pädagogik“ veranstaltete im Rahmen der Hamburger Islamwochen 2025 am 10. Oktober 2025 gemeinsam mit der Schura Hamburg und der muslimischen Gemeinde Wilhelmsburg einen sehr interessanten Diskussionsnachmittag. Die beiden Vorsitzenden der VHRR besuchten die Ausstellungseröffnung anschlleßende Diskussion.

Wie sehen Kinder und Jugendliche den Propheten Mohammed? Was bedeutet er ihnen in ihrem Alltag? In der Ausstellung „Erzähl mir von deinem Propheten“ präsentierten Schülerinnen und Schüler der Hamburger Moscheegemeinde Wilhelmsburg ihre ganz persönlichen Zugänge zum Propheten Mohammed. 

Gemeinsam mit ihren Lehrkräften aus dem Koranunterricht haben die Schülerinnen und Schüler Hadithsammlungen erstellt und diese auf Postern künstlerisch umgesetzt. Diese Arbeiten gewähren einen authentischen Einblick in die Prophetenrezeption der Schülerinnen und Schüler und zeigen, welche Aussprüche, Weisheiten und Verhaltensweisen des Propheten Mohammed junge Menschen heute besonders ansprechen. 

Die Ausstellung verdeutlichte, wie vielschichtig und persönlich das Prophetenbild der Jugendlichen ist. Sie lädt ein zu einem Dialog zwischen den Generationen und bietet die Chance, den Propheten Mohammed aus der Perspektive junger Menschen zu entdecken. Wer einen Blick in die Ergebnisse werfen möchte, kann Sie sich hier anschauen.

Die Ausstellung ermöglicht auch einen Einblick in die Arbeit der Koranklassen in dieser Moschee, wie sich Kinder und Jugendliche in diesem Kontext mit ihrer religiösen Tradition auseinandersetzen. Die Veranstalter wünschen sich sehr, dass die Bilder auch weitergetragen und genutzt werden. So könnte man die Bilder auch unter vergleichender Fragestellungen von höheren Klassen untersuchen lassen.

Zur aktuellen Lage: Solidarität und Miteinander jetzt!

In dieser Woche feiern Juden weltweit das Wochenfest, das an die Offenbarung der Zehn Gebote erinnert, eine zentrale Grundlage unserer Zivilisation. Christen begehen am Sonntag weltweit das Pfingstfest, das für Gemeinschaft und Verständigung über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg steht. Muslime feiern zur gleichen Zeit in diesem Jahr das Opferfest, das mit der Geschichte von Abraham/Ibrahim an die verbindende Glaubensbasis der drei monotheistischen Religionen erinnert. Anstatt aber in dieser Zeit das Verbindende auch über Religionsgrenzen hinweg feiern zu können, erleben wir wachsende Spannungen, Entfremdungen und auch entsetzliches Leid.

Mit tiefer Sorge stellen wir fest, dass die Unsicherheiten und Konflikte in vielen Ländern und auch die Polarisierung in unserem Land zunehmen. Die Lage erscheint vielen immer aussichtloser. Besonders der Konflikt in Israel / Palästina und dabei besonders die schreckliche Situation der Menschen im Gazastreifen belasten viele unserer Schülerinnen und Schüler enorm. Zugleich sehen sich  jüdische Menschen in unserem Land  deutlich verstärkt antisemitischen Bedrohungen ausgesetzt und können ihren Glauben nur unter hohen Sicherheitsanforderungen leben. Auch werden Menschen häufiger aufgrund ihres Aussehens rassistisch angegriffen. Hass und Hetze werden lauter und haben bei Wahlen Erfolg. Zugleich haben viele Angst, nach außen ihre Meinung zu äußern.

Das darf uns nicht kaltlassen. Weder das Leiden von Menschen noch Angst und Spaltungen. Wir rufen zuerst alle unsere Kolleginnen und Kollegen im RUfa und darüber hinaus auf: Lasst uns unseren Schülerinnen und Schülern einen Raum geben, in dem ihre Erfahrungen und Gefühle mit ihrer aktuellen Situation zur Sprache kommen können. Dafür ist unser RUfa in Hamburg gerade der geeignete Ort. Hier kommen – zumindest bis Klasse 6 – alle Schülerinnen und Schüler zusammen, um über die tiefen Fragen des Lebens in Dialog zu treten und überhaupt sprachfähig zu werden. Viele fühlen sich im Moment nicht gesehen und ernst genommen. Einige haben Angst oder verfallen Populisten. Lasst uns die Kinder und Jugendlichen in einem sicheren Schutzraum ermutigen sich zu äußern. Lasst uns sie auch stark machen, sich für ihre Anliegen in unserer Demokratie, für Respekt, Menschenwürde und ein faires Miteinander aller Menschen einzusetzen, wenn dies aus ihrer Sicht verletzt wird.

Zum Nahostkonflikt stellen wir uns an die Seite derer, die sich solidarisch für das Lebensrecht aller Menschen auf allen Seiten des Konfliktes einsetzen. Wir haben keinerlei Verständnis dafür, wenn führende politische Verantwortliche das Lebensrecht der Palästinenser oder das Existenzrecht Israels in Frage stellen. Wir fordern von den Politikern unseres Landes, alles zu tun, dass dieses schreckliche Leiden so schnell wie möglich endet.

Wir selbst wollen in unserem Unterricht alles dafür tun, Kinder und Jugendliche unserer Stadt mit all ihren verschiedenen Religionen und Weltanschauungen gemeinsam in den Dialog zu bringen, der jetzt noch wichtiger ist. Dass wir uns über Länder-, Kultur- und Weltanschauungsgrenzen hinweg zuhören und das solidarische Miteinander suchen, das ist der einzige Weg zum Frieden, den wir alle brauchen.

Für den Vorstand der VHRR Hamburg,

Benjamin Krohn und Zahide Kavounis

RU-Tag 7.11.2024: Treffen der HH-Religionslehrkräfte. Mit Schulsenatorin Bekeris.

Wir freuen uns sehr, dass der von uns angeschobene und verantwortete RU-Tag 2024 zum Thema „Islam und RUFA 2.0“ steht. Zum ersten Mal treffen wir uns bei einer muslimischen Religionsgemeinschaft. Nach einem Grußwort der Schulsenatorin und einem moderierten Austausch mit ihr und den Teilnehmern wird Özlem Nas von der Schura einen Vortrag zum Thema Moschee und islamisches Leben heute in Hamburg halten. Anschließend werden wir in vier Themengruppen unter Begleitung verschiedener Fachleute in den Austausch gehen. Die Anmeldung für die als Fortbildung anerkannte Veranstaltung läuft über das LI: Veranstaltung – TIS-Portal (li-hamburg.de).

Wer keinen Zugang hat, schreibe uns für die Anmeldung bitte eine Mail.

VHRR nimmt Stellung zum Ramadan

Benjamin Krohn: Der Ramadan ist auch eine Chance

In einem Interview für den Newsletter der Hamburger Schulbehörde nimmt unser 1. Vorsitzender, Benjamin Krohn, Stellung zum Thema Ramdan in den Schulen. Der Austausch zum Thema Fasten und Verzicht können eine Bereicherung für alle an Schulen beteiligten sein, das Miteinander stärken und Lösungen für Probleme um das Thema Fasten erleichtern.

Fasten verbindet. Dialogveranstaltung an der STS-Öjendorf

Schon zum dritten Mal veranstaltete die Kultur-AG der Stadtteilschule Öjendorf am Mittwoch, dem 13. März im -Rahmen des diesjährigen Ramadans ein interreligiöses Fastenbrechen. Schülerinnen und Schüler, Eltern, das Kollegium und auch die Nachbarschaft der Schule waren zu einem Abend zum Thema Fasten eingeladen, um dann mit den Muslimen nach dem Sonnenuntergang das Iftar Fastenbrechen zu feiern. Mehr über dies einfache Möglichkeit, Begegnungen und Verbindungen zu schaffen, finden sich in diesem Bericht.

 

 

Zum Abend des 9. November und zur aktuellen Lage

Vor 85 Jahren brannten in diesen Stunden des Abends und in der Nacht des 9. Novembers die Synagogen in unserem Land. Ein Tag des Grauens und der Schande, der leider nur die Vorstufe zu noch viel entsetzlicheren Verbrechen war.

An diesem Abend möchten wir von der VHRR ein Zeichen senden. Wir können die großen Krisen der Welt kaum beeinflussen, aber wir können das Miteinander um uns und in unserer Stadt prägen und gestalten.

Wir sind allgemein erschüttert und entsetzt, wie Hetze und Verachtung von Menschen aufgrund ihrer Religion im Zuge der Terroranschläge der Hamas seit dem 7.10.2023 so anwachsen, auch in unserer Stadt und unserem Land. Dass Jüdinnen und Juden gerade in Deutschland auch wieder aufgrund ihres Glaubens Angst haben, Häuser mit dem Davidstern markiert werden und etliche wohl auch überlegen, das Land zu verlassen, ist unerträglich. Wir als Vereinigung der Religionslehrkräfte, die besonders für den Dialog und das friedliche Miteinander von Religionen stehen, lehnen dies entschieden ab. Zugleich sehen wir mit Erschrecken, wie Zugewanderte und besonders Muslime auf einmal wieder oft pauschal unter einen Generalverdacht des „zugewanderten Antisemitismus“ gestellt werden und sich auch fragen, ob sie noch zu diesem Land gehören. Gerade für diejenigen, die sich seit Jahren für den Dialog und gegen radikale Entwicklungen einsetzen, sind diese Wochen und diese Vorwürfe besonders bitter und ungerecht. Gerade auch sie verdienen jetzt jede Unterstützung und Solidarität bei ihrem Einsatz für Dialog und Verständigung.

Wir schließen uns ausdrücklich der Erklärung des interreligiösen Forums der Stadt Hamburg an und sind dankbar, dass die wichtigen Akteure der Religionsgemeinschaften in Hamburg das Gespräch und das Miteinander suchen. 

Eine persönliche Perspektive mit etwas Zuversicht möchte ich heute Abend anfügen:

Ein Klassenkamerad von einem Kind einer befreundeten israelischen Familie ist als Geisel jetzt im Gazastreifen gefangen. Fürchterlich. Monatelang waren unsere Freunde jede Woche auf den Demonstrationen gegen diese radikale Regierung Israels und engagierten sich für ein friedliches Miteinander in der Region. Jetzt steht dieser Einsatz vor einem Trümmerhaufen und sie sind sprachlos und verzweifelt. Aber: Allein, dass wir nachfragen und uns Zeit für Zoomkonferenzen mit ihnen nehmen, tut ihnen gut und sie sind enorm dankbar. Sie werden von uns gesehen. Es tut auch uns gut, wenigstens das leisten zu können.

Zugleich schaffen es Kollegen von mir, deren Familien aus Palästina stammen und erschütternde Bilder von dortigen zerbombten Stadtvierteln schicken, auch kaum, über das Thema zu reden. Aber auch sie sind doch froh, wenn wir nachfragen und zuhören und dieses Leid der Menschen in Gaza ebenso sehen. Einer sagte mir: „Danke für Dein Ohr.“ 

Das ist das Allererste und Einfachste, was wir jetzt tun können und müssen. Den Opfern und Leidenden zuhören. Das ist ein kleiner Schritt nach vorn.

Ein kleiner Tipp für den Unterricht: In zahlreichen Schülergesprächen  – gerade mit Kindern aus zugewanderten Familien –  zum Nahostkonflikt hat sich es sich hier sehr bewährt, ganz an den Anfang diese beiden Fragen zu stellen: 1. Welche persönliche Beziehung hast Du zu dem Thema? Kennt jemand betroffene Menschen? 2. Wie geht es Dir/Euch mit den Ereignissen? Diese Perspektive und der Austausch darüber, ohne gleich über die Politik und Schuldfragen zu reden, hat sehr oft eine ausgesprochen gute Atmosphäre geschaffen. Wir können der Spaltung etwas entgegen setzen.

Es ist wohltuend, die Bilder der Kerzen auf dem Hamburger Josef-Carlebach-Platz vor der ehemaligen Synagoge heute Abend zu sehen, die mir Ilka, unsere zweite Vorsitzende, eben geschickt hat.

Mein Vater erklärte mir einmal sehr erhellend, wie wichtig bei ihren Demonstrationen gegen die DDR-Regierung war, dass dort Kerzen getragen wurden. „Wer eine Kerze trägt, der kann nicht zuschlagen.“ Eine Folge auch dieses friedlichen Protestes war der Mauerfall – auch heute Abend, vor 34 Jahren. Wie gut, dass heute Abend in Hamburg Kerzen brennen. Es sollte aber nicht nur dabei bleiben. Wir überlegen auch, wie wir als Vereinigung weiter vorgehen und wo wir auch ggf. Kolleginnen und Kollegen unterstützen können.

Wer Anliegen/Fragen zum Thema hat oder Ideen und Wünsche, wo und wie wir als Vereinigung aktiv werden sollten, schreibe uns, oder komme zum nächsten Arbeitsausschuss als Gast online dazu: Am Donnerstag 16.11.2023, ab 19:30 Uhr werden wir uns auch Zeit für den Austausch zu diesem Thema nehmen. Link: https://us02web.zoom.us/j/82429878108?pwd=ZFdCWVkvM241VG5BRG01RHA4bXNuZz09

Benjamin Krohn, 1. Vorsitzender VHRR

Ein ausführlicher aktueller Blick auf den RUfa und seine Herausforderungen

Ein fundierter Blick der Wochenzeitung DIE ZEIT, auf unseren RUfa in Hamburg 

DIE ZEIT, widmet sich in einem Lesenswerten Artikel der Entstehung und den besonderen Herausforderungen des Religionsunterrichtes in Hamburg.

„Diese Idee mag simpel klingen, ihre Umsetzung ist aber voraussetzungsreich und heikel. Das beginnt damit, dass die Führungspersonen der Religionsgemeinschaften Vertrauen zueinander und zum Staat haben müssen. Für den Rufa verzichten sie alle auf eigenen Religionsunterricht – und müssen das vor ihren Mitgliedern rechtfertigen.“

Es wird auch hier bestätigt, dass dieser Unterricht eine enorme Herausforderung für die Lehrkräfte ist und gerade die Universitzt mit der schleppen Besetzung der Religionslehrstühle ein großes Problem für die Entwicklung des RUfa in Hamburg. Wir bleiben dran, dies auch immer wieder in der Politik zum Thema zu machen.

Mehr unter:
https://www.zeit.de/2023/14/religionsunterricht-hamburg-schule-weltanschauung-bildung

 

 

RG beauftragen Lehrkräfte

Ab 01.08.2023: RU in Hamburg kann nur noch von Lehrkräften erteilt werden, die offiziell von einer Religionsgemeinschaft beauftragt wurden.

In allen anderen Bundesländern schon lange Realität, in Hamburg aber aufgrund des „Hamburger Weges“ bisher noch nicht umgesetzt, nun aber aktuell von religionsgemeinschaftlicher und staatlicher Seite entschieden (und von uns sehr kontrovers diskutiert!):

Ab 01.08.2023 kann und darf der Religionsunterricht in Hamburg nur noch von Lehrkräften erteilt werden, die eine Beauftragung einer der Religionsgemeinschaften, die verantwortlich sind für den RU für alle in Hamburg, erhalten haben. Dies sind:

    • die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Vokatio)
    • die islamischen Religionsgemeinschaften: DITIB-Nord. Schura-Hamburg, VIKZ (Idschaza)
    • die Alevitische Gemeinde, Landesvertretung Hamburg (Rizalik)
    • die Jüdische Gemeinde Hamburg (Ischur)
    • das Erzbistum Hamburg (Missio)

BSB bzw. Religionsgemeinschaften haben im SJ 2018/19 damit begonnen, die religionsgemeinschaftlichen Beauftragungen zu erteilen und in die Personalakte aufzunehmen. Sofern Sie noch keine Beauftragung beantragt bzw. erhalten haben, prüfen Sie bitte, ob und wie Sie eine religionsgemeinschaftliche Beauftragung beantragen und erhalten können.

Die entsprechenden Informationen entnehmen Sie bitte den folgenden Dokumenten, die die BSB an alle Schulleitungen versendet hat und die Sie hier als PDFs zum Download zur Verfügung gestellt bekommen.

Bitte leiten Sie die Informationen unbedingt an alle Ihre Fachkolleginnen und -kollegen weiter, falls noch nicht geschehen.

Informationen für Lehrkräfte zu den Beauftragungen und Kontaktdaten der jeweiligen Religionsgemeinschaften –> DOWNLOAD

Informationen an die Schulleitungen und Erläuterungen sowie Bedingungen –> DOWNLOAD

Wollen wir die Spaltung?

Stellungnahme des Vorstands und Arbeitsausschusses der VHRR zu den Angriffen auf den RU für alle in der hlz (GEW-Zeitung Hamburg) 12/2020

Seit der offiziellen „Genehmigung“ des RUfA 2.0 in Hamburg und der Einführung der Vokation werden die politische Debatten um unser Fach deutlich schärfer, besonders betrieben durch das Säkulare Forum und – bislang eher im Hintergrund, jetzt aber auch offen – in verschiedenen Parteien.

In der aktuellen HLZ, der Zeitschrift der GEW-Hamburg, sind auf sieben Seiten DREI ARTIKEL ZUM RELIGIONSUNTERRICHT zu lesen, die unter der Überschrift „Scheinliberal“ teilweise starke Kritik an der aktuellen Situation des RUs für alle üben.

Kernpunkt der Kritik ist, dass aktuell von Klasse 1 bis 6 die Kinder in dem für alle offenen Religionsunterricht nicht getrennt werden und eine Wahlmöglichkeit nicht aktiv angeboten wird. Dafür wird von Gerhard Lein und Kerstin Michalik die Forderung des Angebotes eines Alternativfaches Philosophie erhoben. Für die Vereinigung der Hamburger Religionslehrerinnen und Religionslehrer mit ihren 200 Mitgliedern, von denen sich viele bitter über die Verzerrungen und Unsachlichkeiten dieser Artikel beschwert haben, haben Vorstand und Mitglieder des Arbeitsausschusses Stellung bezogen.

Die Stellungnahme steht hier zum DOWNLOAD zur Verfügung.

Interreligiöse Feiertage

Eine gute Übersicht über die meisten Feiertage der verschiedenen Religionen, die in Hamburg und unter unserer Schülerschaft vertreten sind bietet die Stadt auch der interreligiöse Kalender der Stadt Hamburg.

ZUM KALENDER