Das Jahr 2026 ist ein besonderes, denn die christliche* und die islamische Fastenzeit beginnen gleichzeitig. Aschermittwoch fällt auf den 18. Februar 2026 und am Abend dieses Tages wird erwartet, dass mit dem Sichten der Mondsichel in Mekka der Ramadan beginnt. Die Gleichzeitigkeit beider Termine ist ein sehr besonderes Ereignis.

Hintergrund

Die christliche Fastenzeit der 40 Tage vor Ostern verschiebt sich immer mit dem wechselnden Termin des Osterfestes. Der Ramadan wiederum beginnt jedes Jahr 10-12 Tage früher, da das muslimische Jahr dem Mondkalender folgt. Es ist eineinhalb Wochen kürzer als das bekannte gregorianische Kalenderjahr. Das Zusammenfallen von Aschermittwoch und dem 1. Ramadan ist demensprechend sehr selten. Wahrscheinlich fand dies zum letzten Mal im Jahr 1928 so statt. Eine sichere Quelle haben wir dafür aber bisher nicht.

Chance für Dialog

Dieser gemeinsame Beginn der Zeit von Verzicht, Besinnung und Gemeinschaft ist ein ausgesprochen passender Moment, über Kernthemen des Miteinanders und des Glaubens ins Gespräch zu kommen. Alle Religionen kennen das Thema Verzicht und Besinnung. In der großen Debatte um Gesundheit oder in den Diskussionen um die Grenzen des Wachstums sind Fragen von Fasten und Verzicht auch weit über Religionen hinaus von großer Bedeutung. Eine Stellungnahme der VHRR zum Thema Ramadan und den Ressourcen dieser Zeit findet sich hier. Gute religionsübergreifende Informationen liefert das Reliboard vom Bistum Essen.

Was kann man tun? – Ideen

Wir möchten alle Interessierten in Gesellschaft, Schule, Medien und Politik dazu ermuntern, dieses Datum zu nutzen, Gemeinsamkeiten zwischen Religionen und Miteinander zu stärken. Sei es durch kleine Gesten, Erklärungen oder auch Veranstaltungen.

  • (Religions)lehrkräfte könnten das Thema Fasten und Verzicht in den Religionen im Februar zum Thema machen.
  • Schüler könnten Materialien erstellen, die in der Schule das Thema sichtbar machen (Plakate, Instagramumfragen zum Thema Verzicht, …)
  • Die Aktionen des „Ramadankalenders“ der guten Taten, der schon an verschiedenen Schulen läuft, könnte von Christen und Muslimen in diesem Jahr noch passender gemeinsam gestaltet werden.
  • Schüler können Umfragen zum Thema Fasten und Verzicht starten, Statements dazu sammeln und veröffentlichen.
  • Imame und PfarrerInnen / Vertretungen der Religionsgemeinschaften oder die Politik könnten gemeinsame Erklärungen zum Thema Miteinander und Verzichten veröffentlichen und allen Religionsgemeinschaften guten Zeiten wünschen.
  • Auch wenn die Zeit knapp ist: Vielleicht könnte man auch eine gemeinsame Veranstaltung, wie z.B. interreligiöse Themen-Abende zum Thema Fasten in Schulen anbieten und anschließend nach dem Sonnenuntergang gemeinsam Essen (Eine eindrückliche Aktion der STS Öjendorf ist hier dokumentiert).

Weitere Informationen / Materialsammlung

Hier folgen in Zukunft Links und Hinweise, wo verschiedene Kampagnen zum Thema gemeinsam Fasten 2026 laufen und wo auch Material dazu zu finden ist. Wir freuen uns auch über Tipps und Hinweise, die wir hier gern ablegen.

Statements

hier wollen wir Statements von vielen Menschen sammeln:

  • Wer sind Sie?
  • Was bedeutet Ihnen das Fasten?
  • Was wünschen Sie Muslimen und Christen in der gemeinsamen Fastenzeit 2026?